Der dritte B1-Lektionssatz ist online. Zwei Lektionen erweitern Ihr Modalverb-Repertoire — für den Ausdruck von Unsicherheit und für logisches Schlussfolgern —, eine führt eine neue Vergangenheitsform zur Abfolge von Ereignissen ein, und eine öffnet die Tür zum Passiv.
Vier neue B1-Lektionen sind verfügbar. Gemeinsam vertiefen sie ein Thema: Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten — was möglich ist, was sich logisch schlussfolgern lässt, was früher geschah und wer (oder was) die Handlung empfängt.
🆕 Vier neue B1-Lektionen
- Past Perfect — zeigen, welches von zwei vergangenen Ereignissen früher stattfand
- Modalverben der Möglichkeit — may, might und could zur Angabe der Wahrscheinlichkeit
- Modalverben der Schlussfolgerung: Gegenwart — must, can't und might für logische Schlüsse aus Beweisen
- Passiv: Präsens und Präteritum — Verlagerung des Fokus vom Handelnden auf die Handlung oder das Ergebnis
👉 Alle vier Lektionen finden Sie im Englisch-B1-Lernpfad.
⏪ Past Perfect
Sie kennen bereits das Present Perfect (I've finished) und das Simple Past (I finished). Das Past Perfect fügt eine dritte Ebene hinzu: das frühere von zwei vergangenen Ereignissen.
When I arrived at the party, Maria had already left. — sie ging zuerst, dann kam ich. Ohne das Past Perfect würde When I arrived, Maria left so klingen, als wären beide Ereignisse gleichzeitig eingetreten.
Die Form ist immer dieselbe: had + das Partizip Perfekt des Hauptverbs. Und had ändert sich nie — es ist für jedes Subjekt gleich. Typische Zeitangaben sind already, just, never, before, after, by the time und when.
He had never seen snow before he moved to Canada. — das Nie-Gesehen-Haben kam vor dem Umzug. By the time we got there, the concert had already started.
Eine nützliche Abkürzung: Nach before und after ist die Ereignisreihenfolge oft bereits klar, sodass man das Simple Past verwenden kann. She left before I arrived ist auch ohne Past Perfect korrekt. Wenn die Reihenfolge jedoch mehrdeutig ist oder betont werden soll, ist das Past Perfect die präzise Wahl.
👉 Past Perfect behandelt die vollständige Form, Verneinungen und Fragen, häufige Adverbien, alle Zeitkonnektoren und den Unterschied zum Present Perfect.
🤔 Modalverben der Möglichkeit: May, Might, Could
Wenn Sie nicht sicher sind, ob etwas wahr ist oder eintreten wird, bietet das Englische drei Modalverben: may, might und could. Alle drei drücken Möglichkeit aus — der Unterschied liegt hauptsächlich in der Sicherheitsgrad.
It may rain later. (recht wahrscheinlich — Sie beobachten die Wolken) She might be at home. (möglich, aber Sie sind wirklich unsicher) That could be the answer. (eine theoretische Option, die es zu bedenken gilt)
Alle drei folgen demselben Modalverb-Muster: Das Modalverb ändert seine Form nie, und das folgende Verb steht immer im Infinitiv — ohne to, ohne -s, ohne -ed.
Für laufende Möglichkeiten verwenden Sie may/might/could + be + Verb-ing: He might be sleeping. She could be working late.
In Verneinungen: may not und might not (oder mightn't) behalten die Möglichkeit bei, verneinen sie aber; couldn't nähert sich nahezu sicherer Unmöglichkeit (näher an Schlussfolgerung). In Fragen klingt may sehr förmlich — might und could sind weitaus natürlicher: Could this be the problem?
👉 Modalverben der Möglichkeit behandelt alle drei mit Vergleichen, Verneinungen, Fragen, der Verlaufsform und der häufigsten Verwechslung mit can.
🔍 Modalverben der Schlussfolgerung: Gegenwart
Manchmal weiß man etwas nicht mit Sicherheit, kann aber aus den vorliegenden Beweisen eine Schlussfolgerung ziehen. Das ist Deduktion — und für Schlussfolgerungen in der Gegenwart verwendet das Englische must, can't und might.
| Modalverb | Was es ausdrückt | Beispiel |
|---|---|---|
| must | nahezu sichere Überzeugung, dass etwas WAHR ist | She must be tired — she's been up since 5 a.m. |
| can't | nahezu sichere Überzeugung, dass etwas NICHT wahr ist | He can't be serious — that's impossible. |
| might | echte Unsicherheit — könnte in beide Richtungen gehen | The lights are off — she might be asleep. |
Das sind logische Schlussfolgerungen, keine Erlaubnisse oder Befehle. She must be tired bedeutet „Ich bin fast sicher, dass sie müde ist" — das ist anders als das Pflicht-must in You must be home by ten.
Für laufende Handlungen verwenden Sie die Verlaufsform: must/can't/might + be + Verb-ing — He must be joking. They can't be serious. She might be waiting outside.
Der wichtigste Unterschied: must (Schlussfolgerung) vs. must (Verpflichtung). Der Kontext macht es fast immer deutlich — You must wear a seatbelt ist eine Verpflichtung; You must be cold ist eine Schlussfolgerung aus sichtbaren Beweisen.
👉 Modalverben der Schlussfolgerung: Gegenwart behandelt Form und Nuancen, die Verlaufsform, den Unterschied zwischen must (Schlussfolgerung) und must (Verpflichtung) sowie den Vergleich mit can't und might.
🔄 Passiv: Präsens und Präteritum
In einem aktiven Satz führt das Subjekt die Handlung aus: Maria wrote the letter. In einem passiven Satz empfängt das Subjekt die Handlung: The letter was written by Maria. Der Fokus verlagert sich vom Handelnden auf das Objekt der Handlung.
Drei häufige Gründe für das Passiv:
- Der Handelnde ist unbekannt: My phone was stolen last night.
- Der Handelnde ist offensichtlich oder unwichtig: She was born in 1998. English is taught in schools worldwide.
- Das Ergebnis ist wichtiger als der Handelnde: The bridge is inspected every year.
Passiv Präsens: Subjekt + am / is / are + Partizip Perfekt → Coffee is grown in Brazil. These shoes are made in Italy.
Passiv Präteritum: Subjekt + was / were + Partizip Perfekt → This bridge was built in 1920. The concerts were cancelled.
Wenn Sie den Handelnden nennen möchten, fügen Sie by + Handelnder am Ende hinzu: The report was written by the director. Die by-Phrase lässt man weg, wenn der Handelnde unbekannt oder unwichtig ist.
Das Schwierigste ist das Partizip Perfekt: Regelmäßige Verben bilden es mit -ed (check → checked), unregelmäßige Verben haben eine eigene dritte Form (write → written, break → broken, make → made).
👉 Passiv: Präsens und Präteritum erklärt, wozu das Passiv dient, behandelt beide Formen, die by-Phrase, Verneinungen, Fragen und die häufigsten Fehler (was break statt was broken, fehlendes was/were, allein stehendes by).
🆓 Kostenlos und offen
Alle vier Lektionen sind kostenlos — kein Konto, keine Anmeldung, keine Bezahlschranke. Jede endet mit einem kurzen Test zur Selbstkontrolle.
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