Marie a téléphoné. → C'est Marie qui a téléphoné. (Marie ist es, die angerufen hat.)
Beide Sätze sagen dasselbe, aber der zweite rückt Marie ins Rampenlicht – so, als würde er die Frage "wer hat angerufen?" beantworten. Man nennt das einen Spaltsatz: ein einfacher Satz wird mit c'est... qui/que in zwei Teile zerlegt, um genau den Teil herauszustellen, den du betonen willst.
Kurz gefasst: Nimm das Element heraus, das du betonen willst, und packe es in c'est... qui (wenn es das Subjekt ist) oder c'est... que (für alles andere) – der Rest des Satzes bleibt, wie er war.
Das ist etwas anderes als die alltägliche Gewohnheit, ein Subjekt als Pronomen zu wiederholen, um ein Thema einzuführen, wie in Marie, elle est là – das ist eine neutrale, meist gesprochene Art, anzukündigen, wovon gleich die Rede ist. C'est... qui/que stellt dagegen aktiv ein Element als Antwort auf eine implizite Frage heraus, und das funktioniert genauso gut geschrieben wie gesprochen.
Das Subjekt hervorheben: c'est... qui
Wenn das Element, das du betonen willst, das Subjekt des Satzes ist, packe es in c'est... qui:
- C'est Marie qui a téléphoné. (Marie ist es, die angerufen hat – nicht jemand anderes.)
- C'est le voisin qui a trouvé les clés. (Der Nachbar ist es, der die Schlüssel gefunden hat.)
- C'est nous qui avons organisé la fête. (Wir sind es, die die Party organisiert haben.)
Das Verb nach qui stimmt weiterhin mit dem hervorgehobenen Subjekt überein, nicht mit c'est – c'est nous qui avons organisé, nicht ❌ c'est nous qui a organisé.
Alles andere hervorheben: c'est... que
Für jedes andere Element – ein direktes Objekt, eine Zeitangabe, einen Ort, einen Grund – verwendest du stattdessen c'est... que:
- C'est Paul que j'ai vu. (Paul ist es, den ich gesehen habe – Paul ist hier das Objekt, nicht das Subjekt.)
- C'est demain que je pars. (Morgen reise ich ab.)
- C'est pour ça qu'elle est fâchée. (Deshalb ist sie böse.)
Die Wahl zwischen qui und que hängt ausschließlich von der Rolle des hervorgehobenen Elements im restlichen Satz ab – ✅ c'est Paul qui a téléphoné (Paul ist Subjekt von téléphoner), aber ✅ c'est Paul que j'ai vu (Paul ist Objekt von voir), nie ❌ c'est Paul qui j'ai vu.
Das Deutsche hat einen erstaunlich ähnlichen Spaltsatz: Es war Maria, die angerufen hat. Auch hier bleibt eine feste Rollenunterscheidung erhalten – die für ein Subjekt, den für ein Objekt (Es war Paul, den ich gesehen habe) –, nur eben mit dem deutschen Relativpronomen statt mit qui/que.
Die Präposition behalten: c'est à/de/avec... que
Wenn das Verb das hervorgehobene Nomen mit einer Präposition verbindet, muss diese Präposition genau dort bleiben, wo sie war – sie verschwindet nicht einfach, nur weil das Nomen nach vorne gerückt ist:
- ✅ C'est à Paul que j'ai parlé. (Mit Paul habe ich gesprochen.) – nie ❌ c'est Paul que j'ai parlé, denn parler à quelqu'un.
- ✅ C'est de ce livre qu'elle parle. (Von diesem Buch spricht sie.) – parler de quelque chose.
- ✅ C'est avec elle que je travaille. (Mit ihr arbeite ich.) – travailler avec quelqu'un.
Welche Präposition das Verb normalerweise braucht, bleibt am hervorgehobenen Element hängen, direkt nach c'est.
Eine ganze Idee hervorheben: ce qui/ce que/ce dont... c'est
Um nicht nur ein einzelnes Wort, sondern eine ganze Idee hervorzuheben – "was ich will", "was zählt" –, dreht das Französische die Reihenfolge um: Der Satz beginnt mit einem Relativpronomen und endet mit c'est und dem hervorgehobenen Teil:
- Ce qui compte, c'est la santé. (Was zählt, ist die Gesundheit.) – qui, weil ce (das für "die Sache, die zählt" steht) das Subjekt von compter ist.
- Ce que je préfère, c'est le chocolat. (Was ich am liebsten mag, ist Schokolade.) – que, weil ce (das für "die Sache, die ich bevorzuge" steht) das Objekt von préférer ist.
- Ce dont j'ai besoin, c'est de temps. (Was ich brauche, ist Zeit.) – dont, weil ce von avoir besoin de quelque chose regiert wird.
Ce selbst ist der Platzhalter – es übernimmt im einleitenden Nebensatz die Rolle des Subjekts, Objekts oder de-Objekts, und c'est plus das folgende Element sagt genau, wofür ce steht. Dieselbe Wahl zwischen qui/que/dont, die auch gewöhnliche Relativsätze steuert, entscheidet, welches Wort dieses Muster eröffnet.
Über die Vergangenheit sprechen: c'était... qui/que
Das hervorgehobene Ereignis kann in der Vergangenheit liegen, während c'est selbst genau so bleibt, wie es ist – C'est hier qu'on s'est rencontrés (Gestern haben wir uns kennengelernt) stellt gerade jetzt fest, wann das Treffen stattfand. C'est wechselt nur dann zu c'était, wenn der Akt des Feststellens selbst in einem vergangenen Rahmen verankert ist – beim Erzählen einer Geschichte oder beim Erinnern daran, was zu einem früheren Zeitpunkt zutraf:
- À ce moment-là, c'était Marie qui avait téléphoné. (In diesem Moment war es Marie, die angerufen hatte.)
- Personne ne le savait encore, mais c'était elle qui avait raison. (Noch wusste es niemand, aber sie war diejenige, die recht hatte.)
Typische Fehler
- ❌ C'est Paul qui j'ai vu. → ✅ C'est Paul que j'ai vu. (Paul ist hier Objekt von voir, nicht Subjekt – que, nicht qui)
- ❌ C'est Paul que j'ai téléphoné. → ✅ C'est à Paul que j'ai téléphoné. (téléphoner à quelqu'un – die Präposition verschwindet nicht, nur weil Paul nach vorne gerückt ist)
- ❌ C'est nous qui a organisé la fête. → ✅ C'est nous qui avons organisé la fête. (das Verb nach qui stimmt mit dem hervorgehobenen Subjekt überein, nicht mit c'est)
Kurzer Check
Lösungen anzeigen
- Hebe "Léa" hervor: "Léa a gagné le concours." → C'est Léa qui a gagné le concours.
- Hebe "ce dossier" hervor: "Elle a besoin de ce dossier." → C'est de ce dossier qu'elle a besoin.
- (qui oder que einsetzen) C'est ma sœur ____ a réservé les billets. → qui (Subjekt von réserver)
- (qui oder que einsetzen) C'est ce livre ____ j'ai lu la semaine dernière. → que (Objekt von lire)
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Wichtig zu merken
- Ein Spaltsatz zieht ein Element zur Hervorhebung heraus: c'est... qui, wenn es das Subjekt ist, c'est... que für alles andere – ein direktes Objekt, eine Zeitangabe, einen Ort, einen Grund.
- Eine vom Verb geforderte Präposition bleibt stehen: c'est à Paul que j'ai parlé, nie c'est Paul que j'ai parlé, wenn das Verb à, de oder eine andere Präposition braucht.
- Ce qui/ce que/ce dont... c'est macht dasselbe für eine ganze Idee statt für ein einzelnes Wort, mit derselben qui/que/dont-Wahl wie bei gewöhnlichen Relativsätzen.
- C'est bleibt auch bei einem vergangenen Ereignis stehen (c'est hier qu'on s'est rencontrés); es wechselt nur zu c'était, wenn die Feststellung selbst in einem vergangenen Rahmen verankert ist, etwa beim Erzählen.
- Das ist ein anderes Werkzeug als die Wiederholung eines Subjekts als Pronomen, um ein Thema einzuführen (Marie, elle est là) – das ist eine neutrale Art, ein Thema zu benennen; c'est... qui/que stellt dagegen aktiv ein Element als Antwort auf eine implizite Frage heraus.