Du hast bereits die Subjektpronomen kennengelernt – ich, du, er, sie, es … – und den Akkusativ, der das direkte Objekt eines Satzes markiert. Diese Lektion führt beides zusammen: Ein Akkusativpronomen steht für eine Person oder Sache als direktes Objekt – manchmal für dich selbst oder dein Gegenüber (mich, dich, uns, euch, Sie), manchmal für ein Nomen, das schon klar ist und deshalb nicht wiederholt werden muss.
Kurz gesagt: mich, dich, ihn/sie/es, uns, euch, sie (sie, Mehrzahl), Sie (Höflichkeitsform).
Die Akkusativpronomen
| Nominativ | Akkusativ | Bedeutung |
|---|---|---|
| ich | mich | mich |
| du | dich | dich |
| er | ihn | ihn |
| sie | sie | sie |
| es | es | es |
| wir | uns | uns |
| ihr | euch | euch |
| sie | sie | sie (Mehrzahl) |
| Sie | Sie | Sie (Höflichkeitsform) |
- Ich sehe dich.
- Er kennt mich.
- Wir besuchen euch.
Welche Pronomen sich wirklich ändern
Fünf Formen ändern sich beim Übergang vom Nominativ zum Akkusativ komplett – ich → mich, du → dich, er → ihn, wir → uns, ihr → euch sehen ihrer Subjektform überhaupt nicht ähnlich, deshalb müssen diese fünf einfach als Paare gelernt werden. Drei Formen bleiben dagegen in beiden Kasus genau gleich: es, sie (für weibliche Nomen im Singular und für die Mehrzahl) und Sie (Höflichkeitsform).
- Es ist neu. → Ich sehe es. (Subjekt es, Objekt es – identisch)
- Sie ist neu. → Ich sehe sie. (Subjekt sie, Objekt sie – identisch)
- Sie sind hier. → Ich sehe sie. (Subjekt sie = sie (Mehrzahl), Objekt sie = sie (Mehrzahl) – identisch)
Als Objekt kann sie „sie“ (feminines Nomen) oder „sie“ (Mehrzahl) bedeuten – nur der Zusammenhang zeigt, was gemeint ist. Als Subjekt hilft manchmal die Verbform, Singular und Plural zu unterscheiden (sie kommt vs. sie kommen), aber dieser Hinweis fehlt, sobald sie das Objekt des Satzes ist.
Ein direktes Objekt ersetzen
Besonders die Pronomen der dritten Person (ihn, sie, es) helfen dabei, ein Nomen nicht zu wiederholen, sobald klar ist, wovon die Rede ist:
- Ich habe einen Bruder. Ich liebe ihn. – nicht noch einmal Ich liebe meinen Bruder.
- Kennst du Anna? — Ja, ich kenne sie.
- Brauchst du das Buch? — Nein, ich brauche es nicht.
Genau wie ein Nomen im Akkusativ beantworten diese Pronomen die Frage „wen oder was?“ – dieselbe Frage, mit der du auch das direkte Objekt bei einem gewöhnlichen Nomen findest.
Wortstellung bei Objektpronomen
Ein Objektpronomen verhält sich wie jedes andere Objekt in Bezug auf die Verbzweitstellung – das konjugierte Verb bleibt an zweiter Stelle –, rückt aber oft weiter nach vorn im Satz als ein vollständiges Nomen, direkt hinter das Subjekt:
- Ich sehe dich heute. – das Pronomen steht direkt nach dem Verb, vor der Zeitangabe heute
- Heute sehe ich dich. – beginnt der Satz mit etwas anderem, bleibt das Verb an zweiter Stelle, das Subjektpronomen ich folgt direkt danach, und das Objektpronomen dich kommt gleich dahinter – immer noch früher, als ein vollständiges Nomen stehen würde
Dieses Muster „Pronomen kommt früh“ ist jetzt schon hilfreich zu erkennen; die vollständigeren Regeln für die Reihenfolge mehrerer Pronomen und Objekte zusammen kommen später, sobald auch Dativpronomen ins Spiel kommen.
Häufige Fehler
- ❌ Ich sehe er. → ✅ Ich sehe ihn. (ein Objektpronomen braucht seine Akkusativform – er gilt nur für das Subjekt)
- ❌ Er kennt du. → ✅ Er kennt dich. (die Form du steht nie als Objekt – im Akkusativ heißt sie dich)
- ❌ Anzunehmen, sie als Objekt bedeute immer nur „sie“ im Singular → sie kann für ein feminines Nomen im Singular oder für die Mehrzahl stehen – nur der Zusammenhang zeigt, was gemeint ist
- ❌ Ich sehe sie kleingeschrieben, wenn die Höflichkeitsform gemeint ist → ✅ Ich sehe Sie. (die Großschreibung markiert die Höflichkeitsform auch im Akkusativ, genau wie im Nominativ)
Kurzer Check
Welches Akkusativpronomen passt?
- Kennst du Max? — Ja, ich kenne ____ (er / ihn).
- Ich habe eine Schwester. Ich besuche ____ (sie / er) oft.
- Wenn du mit deinem Chef sprichst: „Ich rufe ____ (dich / Sie) morgen an.“
- Brauchst du das Auto? — Nein, ich brauche ____ (es / er) nicht.
- Wir sehen ____ (ihr / euch) am Freitag. (zu einer Gruppe von Freunden)
Antworten anzeigen
- ihn 2. sie 3. Sie 4. es 5. euch
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Akkusativpronomen sind mich, dich, ihn/sie/es, uns, euch, sie/Sie – sie ersetzen ein direktes Objekt, sobald klar ist, wer oder was gemeint ist.
- Ich → mich, du → dich, er → ihn, wir → uns und ihr → euch ändern sich vollständig und müssen als Paare gelernt werden.
- Es, sie und Sie bleiben im Akkusativ genau gleich wie im Nominativ – nur der Zusammenhang zeigt, welche Bedeutung gemeint ist.
- Objektpronomen beantworten „wen oder was?“ genau wie ein vollständiges Nomen im Akkusativ und stehen dabei oft weiter vorn im Satz als ein vollständiges Nomen.