el libro → los librosdas Buch → die Bücher

Ein spanisches Nomen in den Plural zu setzen ist meist eine Frage der richtigen Endung, und welche Endung das ist, hängt davon ab, worauf das Wort im Singular endet. Wenn das Nomen einen bestimmten Artikel hat, ändert der sich ebenfalls — el/la werden zu los/las.

Kurz gesagt: Endet das Wort auf einen Vokal → -s anhängen. Endet es auf einen Konsonanten → -es anhängen. Ein paar Endungen brauchen eine eigene kleine Anpassung.

Nomen auf einen Vokal: -s anhängen

Die meisten spanischen Nomen enden auf einen Vokal, und dafür ist der Plural einfach — nur -s anhängen:

  • el libro → los libros (das Buch → die Bücher)
  • la mesa → las mesas (der Tisch → die Tische)
  • el café → los cafés (der Kaffee → die Kaffees)

Das gilt auch für ein Nomen, das auf einen betonten Vokal mit Akzent endet, wie café oder sofá: Der Akzent bleibt, und -s wird einfach angehängt — el sofá → los sofás.

Nomen auf einen Konsonanten: -es anhängen

Endet ein Nomen auf einen Konsonanten, bekommt der Plural eine ganze zusätzliche Silbe, -es, statt nur -s:

  • la ciudad → las ciudades (die Stadt → die Städte)
  • el papel → los papeles (das Papier → die Papiere)
  • el reloj → los relojes (die Uhr → die Uhren)
  • el profesor → los profesores (der Lehrer → die Lehrer)

Deutsche Pluralformen folgen keinem so einfachen Muster wie diesem — je nach Nomen kommt ein Umlaut dazu (das Buch → die Bücher), eine Endung wie -e, -er, -(e)n oder -s, oder gar keine Änderung, und welches Muster gilt, muss man für jedes Nomen einzeln lernen. Im Spanischen entscheidet dagegen fast immer allein der letzte Laut des Wortes zwischen nur zwei Mustern: Vokal → -s, Konsonant → -es.

Nomen auf -z: z wird zu c

Ein Nomen, das auf -z endet, tauscht diesen Buchstaben vor dem Anhängen von -es gegen c. Das ist eine Rechtschreibregel, kein Lautwechsel — z und c stehen in den meisten spanischsprachigen Regionen für denselben Laut, und die spanische Rechtschreibung vermeidet es einfach, z direkt vor e zu schreiben:

  • el lápiz → los lápices (der Bleistift → die Bleistifte)
  • la luz → las luces (das Licht → die Lichter)
  • la vez → las veces (das Mal → die Male)

Nomen, die sich gar nicht ändern

Ein Nomen, das bereits auf ein unbetontes -s endet — die letzte Silbe trägt nicht den Wortakzent —, bleibt im Plural völlig unverändert; nur der Artikel zeigt den Unterschied:

  • el lunes → los lunes (Montag → Montage; dasselbe gilt für jeden Wochentag außer sábado und domingo, die auf einen Vokal enden und der gewöhnlichen -s-Regel folgen: los sábados, los domingos)
  • la crisis → las crisis (die Krise → die Krisen)
  • el paraguas → los paraguas (der Regenschirm → die Regenschirme)

Ein Wort, das auf ein betontes -s endet, nimmt dagegen -es, wie jeder andere Konsonant auch: el país → los países (das Land → die Länder).

Eine Akzentverschiebung: jóvenes, exámenes

Ein paar gebräuchliche Nomen, die auf -en enden, tragen im Singular keinen Akzent, brauchen ihn aber im Plural, weil die zusätzliche Silbe die betonte Silbe eine Position weiter vom Wortende entfernt:

Singular Plural
el joven los jóvenes
el examen los exámenes
el origen los orígenes

Häufige Fehler

  • los papels → ✅ los papeles (ein Konsonant am Ende braucht das volle -es, nicht nur -s)
  • los lápizes → ✅ los lápices (das z wird vor -es zu c)
  • los crisis → ✅ las crisis (das Nomen ändert sich nicht, aber der Artikel muss es trotzdem)
  • los jovenes (ohne Akzent) → ✅ los jóvenes (der Plural braucht den Akzent, den der Singular nicht hat)
  • ❌ Annehmen, jedes Nomen folge -s/-es → Wörter wie el lunes und la crisis enden bereits auf ein unbetontes -s und bleiben gleich

Kurzer Check

Bilde den Plural.

  1. la mano (die Hand)
  2. el actor (der Schauspieler)
  3. la voz (die Stimme)
  4. el martes (der Dienstag)
  5. el examen (die Prüfung)
  6. el autobús (der Bus)
Antworten anzeigen
  1. las manos   2. los actores   3. las voces   4. los martes (unverändert)   5. los exámenes   6. los autobuses (betontes -s am Ende, also -es — und der Akzent auf ú wird nicht mehr gebraucht, weil die Betonung nach der allgemeinen Regel jetzt ohnehin auf dieser Silbe liegt)

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nomen endet auf einen Vokal → -s anhängen: libro → libros.
  • Nomen endet auf einen Konsonanten → -es anhängen: papel → papeles.
  • Nomen endet auf -z → wird zu c und -es anhängen: lápiz → lápices.
  • Ein Nomen, das schon auf ein unbetontes -s endet, ändert sich gar nicht — nur der Artikel zeigt den Plural: el lunes → los lunes.
  • Ein paar Nomen auf -en (joven, examen, origen) bekommen im Plural einen Akzent, den der Singular nicht hat.
  • Auch der bestimmte Artikel wird an den Plural angepasst: el → los, la → las — mehr dazu, wie ein Nomen sein Genus überhaupt bekommt, in Genus der Nomen (maskulin & feminin).