¿Quieres la manzana? Sí, la quiero.Willst du den Apfel? Ja, ich will ihn.

Sobald etwas schon genannt wurde, muss man das Nomen nicht jedes Mal wiederholen, wenn man darüber spricht — ein kleines Pronomen kann stattdessen dafür stehen. Ein Direktobjektpronomen ersetzt das, was (oder wen) die Handlung des Verbs direkt trifft.

Kurz gesagt: me, te, lo/la, nos, os, los/las — meist direkt vor dem konjugierten Verb, bei bejahtem Imperativ ans Ende angehängt. lo/la/los/las müssen in Genus und Numerus mit dem Nomen übereinstimmen, das sie ersetzen.

Die Direktobjektpronomen

Deutsches Äquivalent Pronomen Ersetzt
(mich) me mich
(dich) te dich
(ihn/es, mask.) lo ein maskulines Nomen im Singular
(sie/es, fem.) la ein feminines Nomen im Singular
(uns) nos uns
(euch) os euch
(sie, mask.) los maskuline Nomen im Plural
(sie, fem.) las feminine Nomen im Plural

Veo a Juan.Lo veo. (Ich sehe ihn.) Compro las flores.Las compro. (Ich kaufe sie.) Das Pronomen richtet sich nach dem Nomen, das es ersetzt, nicht nach Sprecher oder Angesprochenem — las flores ist feminin Plural, also wird daraus las, egal wer spricht.

Im Deutschen gibt es ganz ähnliche Objektpronomen (mich, dich, ihn, sie, es, uns, euch, sie), aber sie stehen nicht zwingend direkt vor dem Verb — die Wortstellung im Deutschen hängt vom Satzbau ab (Verbzweitstellung), nicht von einer festen Position vor dem Verb wie im Spanischen. Zudem gibt es im Deutschen nichts Vergleichbares zum Anhängen des Pronomens an einen Infinitiv oder Imperativ.

Wo das Pronomen steht

Das Direktobjektpronomen steht direkt vor dem konjugierten Verb:

¿Tienes mi libro? Sí, lo tengo. (Hast du mein Buch? Ja, ich habe es.) ¿Conoces a mis padres? No, no los conozco. (Kennst du meine Eltern? Nein, ich kenne sie nicht.)

Bei einem Infinitiv oder Gerundium kann sich das Pronomen stattdessen ans Ende anhängen — beide Varianten sind gleich richtig:

Voy a comprarlo. / Lo voy a comprar. (Ich werde es kaufen.) Estoy leyéndolo. / Lo estoy leyendo. (Ich lese es gerade.)

Bei einem bejahten Imperativ hängt sich das Pronomen immer ans Ende: ¡Cómelo! (Iss es!), nie ¡Lo come!

Typische Fehler

  • ¿Tienes la llave? Sí, lo tengo. → ✅ ¿Tienes la llave? Sí, la tengo. (la llave ist feminin, also muss das Pronomen la sein, nicht lo)
  • Veo los a mis amigos. → ✅ Veo a mis amigos. / Los veo. (sobald das Pronomen die Nominalphrase ersetzt, entfällt die Nominalphrase selbst — das Pronomen wird nicht zusätzlich daneben eingefügt)
  • Quiero lo comprar. → ✅ Quiero comprarlo. / Lo quiero comprar. (bei einem Infinitiv hängt sich das Pronomen an dessen Ende oder rückt vor das erste konjugierte Verb — zwischen den beiden Verben kann es nicht stehen)
  • ¡Cómelo no! (im Versuch, "iss es nicht" zu sagen) → ✅ ¡No lo comas! (ein verneinter Imperativ stellt das Pronomen wieder nach vorn, anders als ein bejahter — dieser Kontrast lohnt sich als eigenes Muster zu merken)

Kurzer Check

Ersetze das unterstrichene Nomen durch das richtige Direktobjektpronomen.

  1. ¿Compras el pan? Sí, ___ compro.
  2. ¿Ves a María? Sí, ___ veo.
  3. ¿Tienes las entradas? Sí, ___ tengo.
  4. ¿Conoces a mis hermanos? Sí, ___ conozco.
  5. ¿Necesitas mi ayuda? Sí, ___ necesito.
Lösungen anzeigen
  1. Sí, lo compro.   2. Sí, la veo.   3. Sí, las tengo.   4. Sí, los conozco.   5. Sí, la necesito.

Zusammengefasst

  • Direktobjektpronomen (me, te, lo, la, nos, os, los, las) ersetzen ein schon genanntes Nomen.
  • lo/la/los/las stimmen in Genus und Numerus mit dem ersetzten Nomen überein, nicht mit dem Sprecher.
  • Bei einem konjugierten Verb steht das Pronomen direkt davor; bei einem Infinitiv oder Gerundium kann es davor stehen oder sich ans Ende anhängen.
  • Bei einem bejahten Imperativ hängt sich das Pronomen immer ans Ende (¡Cómelo!); bei einem verneinten Imperativ steht es wieder vorne (¡No lo comas!).